Auftakt gelungen: Neue Runde der Streuobstwiesenberater-Ausbildung gestartet
Das Niederbayerische Streuobstwiesenkompetenzzentrum ist im Februar erfolgreich in eine neue Ausbildungsrunde zum Streuobstwiesenberater 2026 gestartet. Mit großem Engagement und Interesse nahmen die Teilnehmenden die ersten Module in Angriff, die sowohl fundiertes theoretisches Wissen als auch praxisnahe Einblicke vermittelten.
Zum Auftakt stand die grundlegende Bedeutung von Streuobstwiesen für Mensch und Natur im Mittelpunkt. Die Referentin Rebekka Honecker machte deutlich, welchen unschätzbaren ökologischen Wert diese traditionellen Kulturlandschaften besitzen – als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ebenso wie als wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft und regionalen Identität.
Im Anschluss widmeten sich die Teilnehmenden den Grundlagen des Obstbaumschnitts. Das Reaktionsverhalten von Bäumen auf verschiedene Schnittmaßnahmen, die richtige Schnitttechnik und -regeln sowie das Blattmassegesetz wurden intensiv behandelt. Auch typische Fehler, die es zu vermeiden gilt, wurden praxisnah erläutert. In diesem Ausbildungsteil erhielten die Teilnehmenden ein solides Rüstzeug, um junge Obstbäume gezielt aufzubauen und langfristig stabile, gesunde und ertragreiche Kronen zu entwickeln.
Zwei Wochen später, bei deutlich freundlicherem Wetter, ging es weiter mit den Grundlagen des Schnitts an Ertrags- und Altbäumen. Auch hier wurde großer Wert auf die direkte Umsetzung gelegt: In und um den Lallinger Winkel konnten die Teilnehmenden ihr Wissen unmittelbar an Streuobstbäumen anwenden und vertiefen.
Die praktische Arbeit spielt in der Ausbildung eine zentrale Rolle. Denn nur durch das eigene Tun – das Schneiden, Beobachten und Verstehen direkt am Baum – festigt sich das theoretisch Erlernte nachhaltig. Diese Kombination aus Theorie und Praxis macht die Ausbildung besonders wertvoll und nachhaltig.
Ein großer Gewinn für die Teilnehmenden ist zudem der erfahrene Referent Jürgen Pompe. Als Praktiker, der seit vielen Jahren mehrere hundert Bäume in seinem eigenen Streuobstbetrieb pflegt, bringt er einen enormen Erfahrungsschatz mit. Von seinem Wissen und seinen praxisnahen Tipps profitieren die angehenden Streuobstwiesenberater in besonderem Maße.
Ein Ausblick auf die kommenden Inhalte zeigt, dass die Ausbildung weiterhin spannend und vielseitig bleibt: Ende März sowie Mitte Juli stehen die nächsten Module an, die sich intensiv mit den Themen Veredelung und Baumgesundheit beschäftigen.