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Zwischen Apfelblüte und Erinnerungen: Ein besonderer Tag für unsere Senioren

| Sabrina Diyaroglu
Tag der Streuobstwiese 2026

Am vierten Wochenende im April wird weltweit der Tag der Streuobstwiese gefeiert – ein Anlass, der die Bedeutung dieser einzigartigen Kulturlandschaft in den Mittelpunkt stellt. Auch das Niederbayerische Streuobstwiesenkompetenzzentrum Lallinger Winkel e. V. feierte in diesem Jahr wieder mit.

Nachdem im vergangenen Jahr vor allem Angebote für die jüngere Generation im Fokus standen, wurde der diesjährige Aktionstag bewusst den Senioren gewidmet. Diese Entscheidung erwies sich als voller Erfolg – nicht zuletzt, weil die Veranstaltung von herrlichem Aprilwetter und einer punktgenau einsetzenden Obstblüte begleitet wurde. Die blühenden Bäume verliehen der Streuobstwiese eine ganz besondere, beinahe zauberhafte Atmosphäre.

Eröffnet wurde das Fest von der ersten Vorsitzenden Maria Gruber auf ihrer Streuobstwiese, die den idealen Rahmen für diesen Tag bot. Neben den Bewohnern des örtlichen Seniorenheims sowie den Mitgliedern der Seniorenclubs aus Lalling und Hunding durfte auch der Lallinger Bürgermeister Michael Reitberger begrüßt werden.
Im Anschluss an die Begrüßung wurde direkt unter den alten Obstbäumen zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Dazu gab es natürlich auch frischen Apfelsaft aus dem Lallinger Winkel – ein Genuss, der die Verbundenheit zur Region besonders spürbar machte.

Ein weiterer Höhepunkt war die anschließende Führung über die Streuobstwiese. Dabei erhielten die Gäste nicht nur interessante Einblicke in die Vielfalt der Obstbäume und deren Geschichte, sondern teilten auch persönliche Erinnerungen aus ihrer Kindheit. So berichteten sowohl Maria Gruber als auch Bürgermeister Reitberger, dass sie früher oft auf der Streuobstwiese mithelfen mussten – damals nicht immer zur eigenen Freude. Andere erinnerten sich daran, dass es früher auch Prämien für die Pflanzung, später jedoch ebenso für das Roden von Obstbäumen gab.

Diese Erzählungen führten zu einem nachdenklichen Austausch: Viele äußerten die Hoffnung, dass sich solche Entwicklungen nicht wiederholen. Heute fördert der Streuobstpakt gezielt die Neupflanzung – zugleich wurde der Wunsch laut, bereits jetzt über die zukünftige Nutzung des Obstes nachzudenken. Denn ein Mangel an Bewirtschaftern und Verwertungsmöglichkeiten könnte langfristig erneut zu Problemen führen.
Eindrücklich schilderten einige Gäste auch, welch große Rolle die Streuobstwiesen früher für die Ernährung und das Einkommen der Familien spielten. Eine gute Ernte im Herbst war oft entscheidend für das gesamte Jahr.

Nach schönen gemeinsamen Stunden mit vielen Gesprächen und gutem Essen zeigte sich deutlich, dass der diesjährige Tag der Streuobstwiese ein rundum gelungenes Fest war. Der älteren Generation war dabei besonders wichtig, dass auch kommende Generationen die Streuobstwiesen ebenso wertschätzen und pflegen mögen wie sie selbst.
Denn sie sind weit mehr als nur Obstlieferanten – sie sind ein Stück gelebte Heimat, voller Erinnerungen und ein wertvoller Schatz für die Zukunft.

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