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Baumwarte im Austausch: Gemeinsam für die Streuobstkultur

| Sabrina Diyaroglu
Baumwarttreffen Passauer Lande

Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft zusammenbringen, Erfahrungen teilen und Wissen weitergeben – genau das macht Netzwerkarbeit im Streuobstbereich aus. Beim diesjährigen Treffen der Baumwarte des Passauer Landes in Wildenranna und Untergriesbach war auch das Niederbayerische Streuobstwiesenkompetenzzentrum Lallinger Winkel e. V. vertreten.

Die geprüften Baumwarte engagieren sich für den Erhalt von Streuobstwiesen, den fachgerechten Obstbaumschnitt und die Pflege regionaler Sorten. Organisiert wird das jährliche Treffen von Gundula Hammerl, Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Passau.

Erster Programmpunkt in Wildenranna: Lisa Andorfer, 1. Vorsitzende des Gartenbauvereins Wildenranna, führte die Gruppe über die erst vor wenigen Jahren angelegte Streuobstwiese des Vereins. Äpfel, Birnen, Kirschen, Quitten und Zwetschgen sowie verschiedene Beerensträucher zeigen dort die große Vielfalt, die auf einer Streuobstwiese möglich ist.
Auch eine bereits seit Jahrzehnten bestehende Streuobstwiese im Ortszentrum von Wildenranna wurde besichtigt.

Die Aktion „Gelbes Band“ und die Bedeutung der Sortenkenntnis waren ebenfalls Thema des Treffens. Pomologe Otto Bichlmeier gab zudem praktische Hinweise zur Bekämpfung des Apfelwicklers.

Beim anschließenden Treffen im Gasthaus Lanz in Untergriesbach gab Maria Gruber mit einem Vortrag Einblicke in die Bedeutung von Streuobstwiesen sowie in die Arbeit des Niederbayerischen Streuobstwiesenkompetenzzentrums.

Als Streuobstbäuerin aus Überzeugung kennt sie die Herausforderungen und Chancen der Streuobstpflege aus der täglichen Praxis. Der Lallinger Winkel mit seinen rund 9.000 Obstbäumen – insbesondere Äpfeln, Birnen und Zwetschgen – zählt zu den bedeutenden Streuobstlandschaften im Bayerischen Wald und wird nicht umsonst als „Obstschüssel des Bayerischen Waldes“ bezeichnet.

Das Niederbayerische Streuobstwiesenkompetenzzentrum Lallinger Winkel e. V. freut sich über den fachlichen Austausch mit den Baumwarten und Gartenbauvereinen im Landkreis Passau und darüber, gemeinsam über die Grenzen einzelner Regionen hinweg an einer lebendigen Streuobstkultur zu arbeiten. Denn Streuobst lebt von Menschen, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen miteinander teilen.

Jeder gepflegte Obstbaum und jede erhaltene alte Sorte trägt dazu bei, dass die Streuobstkultur in Niederbayern auch in Zukunft lebendig bleibt.

Header Foto: Max Mauritz
v.l. Moritz Hammerl (Streuobstberater für die Landkreise Passau und Rottal-Inn), Reinhold Pangerl (Mitglied der Verbandsleitung), Josef Hirschauer (1. Vorsitzender Kreisverband), Lisa Andorfer (1. Vorsitzende GBV Wieldenranna), Maria Gruber (1. Vorsitzende Streuobstwiesenkompetenzzentrum), Alois Mandl (2. Vorsitzender Kreisverband), Gundula Hammerl (Kreisfachberaterin), Maria Swoboda (2. Vorsitzende Kreisverband), Wolfgang Fesl (Streuobstwiesenbesitzer), Otto Bichlmeier (Pomologe), Harald Pirker (GBV Fürstenzell), Helmut Andorfer (GBV Wildenrana) und Hubert Gerauer (GBV Pocking)
Foto Impressionen: Gundula Hammerl

Impressionen