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Ausbildung zum Streuobstwiesenberater startet nach Pause in die finale Phase

| Sabrina Diyaroglu
Module 8, 9 und 10 2026

Nach einer dreimonatigen Pause ist die Ausbildung zum Streuobstwiesenberater im November in ihre entscheidende Abschlussphase gestartet.

Im Mittelpunkt des Moduls 8 Mitte November standen zwei zentrale Themen: die vielfältigen Fördermöglichkeiten für Streuobstwiesen sowie die Ernte und Verarbeitung des wertvollen Obstbestands.

Als Referentin war Rebekka Honecker, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, vor Ort. Sie vermittelte den angehenden Streuobstwiesenberatern praxisnahes Wissen über geeignete Förderprogramme für Neupflanzung, Aufwertung, Erhalt und Pflegeschnitt von Streuobstwiesen.

Im zweiten Teil des Fortbildungstages führte Jürgen Pompe, Betreiber einer eigenen Mosterei, in die verschiedenen Möglichkeiten der Obstverwertung ein. Im Fokus standen die Grundlagen der Saft- und Mostherstellung – von den Qualitätsanforderungen an das Verarbeitungsobst über die technische Ausstattung bis hin zu Haltbarmachung, Pasteurisierung und Abfüllung.

Auch die beiden darauffolgenden Module Ende November boten den Teilnehmenden spannende Einblicke in die praktische Bewirtschaftung einer Streuobstwiese. Unter dem Motto „Die Fehler, die ich schon gemacht habe, braucht ihr nicht zu wiederholen!“ berichtete Referent Sebastian Grünwald, selbst Streuobstbauer, anschaulich über seine langjährigen Erfahrungen – und über Stolpersteine, die sich im Betriebsalltag vermeiden lassen.

Weitere Schwerpunkte waren die richtige Standortwahl, Aspekte der Pflanzung und der Einkauf geeigneter Bäume. Zudem wurden verschiedene Formen der Wiesenunternutzung sowie Strategien der Schädlingsbekämpfung besprochen. Ein gemeinsames Pflanzen eines Apfelbaums rundete dieses Modul gelungen ab.

Im letzten Modul vor der Prüfung drehte sich schließlich alles um die passende Sortenwahl. Die Teilnehmenden erfuhren, welche Obstarten und -sorten sich für unterschiedliche Standortbedingungen eignen. So bevorzugen Apfelbäume durchlässige Böden ohne Staunässe, während Birnbäume empfindlich auf starke Winde und Spätfröste reagieren. Auch Pflaumen- und Kirschbäume stellen jeweils spezifische Ansprüche an ihren Standort. Den krönenden Abschluss bildete die Vorstellung verschiedener Apfelsorten – inklusive einer Verkostung, die den Seminartag genussvoll abrundete.

Nun haben die angehenden Streuobstwiesenberater zwei Monate Zeit, um sich auf die Prüfung im Januar vorzubereiten. Mit diesem reichhaltigen Rucksack an Wissen und Erfahrung blicken sie gespannt der bevorstehenden Prüfung entgegen – bis dahin gilt es, das Gelernte zu vertiefen, einzuüben und sicher zu verankern. Toi toi toi!

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